Pornofilter in Indonesien
2010 war ein Jahr intensiver Kritik und Zensur, wenn es um Internetpornos geht. Das betrifft auch Indonesien, das Land mit den meisten Muslimen in der Welt. Im Juli hatte dessen Regierung verkündet, Pläne für eine ausgiebige Kontrolle der Internetprovider auszuarbeiten. Am Ende sollte nichts weniger als die Sperrung aller Pornoseiten stehen. Im August wurde stolz verkündet, 4 Millionen Seiten seien blockiert. Nun scheint auch im mobilen Sektor die Zensur durchzukommen. RIM, der Hersteller von Blackberry, hat sich nun einverstanden erklärt, auf seinen Handys keine Pornos mehr anzubieten. Was Datenschützer auf der ganzen Welt erzürnt, ist in Wahrheit keine große Überraschung. Indonesiens Regierung hat mehrfach damit gedroht, Blackberrys vom einheimischen Markt auszulöschen. Dass RIM einen so großen Markt einfach aufgeben würde, konnte niemand erwarten. Nach mehr als 100 h an Beratschlagungen und Konferenzen sind sich die Regierungsstellen und der Handyhersteller einig geworden. So ist es nun dazugekommen, dass seit dem 21. Januar erhebliche Filter aktiviert wurden. Im letzten Jahr verdiente RIM in Indonesien 251 Millionen $ von mehr als 3 Millionen BlackBerry Benutzern.













